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Master of Science in Public Health, konsekutiv (MScPH)

Der konsekutive Master of Science in Public Health wird gemeinsam von den an der BSPH beteiligten Einrichtungen durchgeführt: Alice Salomon Hochschule, Charité - Universitätsmedizin Berlin und Technischer Universität Berlin durchgeführt. Jede Einrichtung bringt ihre eigene fachliche Expertise in den Studiengang ein.

  • circa 60 Studienplätze
  • Studienbeginn jeweils zum Wintersemester
  • Regelstudienzeit in Vollzeit: 4 Semester (2 Jahre), 120 ECTS.

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Eckpunkte MScPH

Der konsekutive Master of Science in Public Health (MScPH) an der BSPH:

  • Gemeinsamer Studiengang von Alice Salomon Hochschule, Charité – Universitätsmedizin Berlin und Technischer Universität Berlin. Es wird der akademische Abschluss MSc - Master of Science verliehen. 
  • Der Studiengang ist mit einer methodisch-wissenschaftlichen Ausrichtung eher forschungsorientiert und richtet sich an Bachelorabsolvent*innen aus allen Public Health-relevanten Fachrichtungen.
  • Bewerbungen ausschließlich elektronisch im Zeitraum 1. Juni bis 15 Juli. Qualifizierte Bewerber*innen werden zur Teilnahme an einem Fachtest zur Feststellung der Eignung ende Juli/Anfang August eingeladen.
  • Die Immatrikulation erfolgt an der Charité. Der Studiengang beginnt jährlich Mitte Oktober.
  • Die Zulassungszahlen des Jahrgangs werden in der Zulassungszahlensatzung der Charité veröffentlicht (ca 60 Plätze).
  • Die Regelstudienzeit geht über 4 Semester (2 Jahre) in Vollzeit und umfasst 120 Leistungspunkte (ECTS) nach dem European Credit Transfer System. Insgesamt müssen 17 Module absolviert werden, in denen theoretische und praktische Kompetenzen aus unterschiedlichen Public Health-Bereichen vermittelt werden.
  • Die Unterrichtssprache ist in vielen Modulen Deutsch. Einige der Module werden auf Englisch durchgeführt.
  • Der Studiengang ist akkreditiert und wird regelmäßig evaluiert. Die erste Reakkreditierung durch ein externes Gutachtergremium wurde 2019 durchgeführt. Aufgrund der 2021 stattgefundenen erfolgreichen Zwischenevaluation des Studiengangs wurde der Akkreditierungszeitraum bis 31.12.2024 verlängert. Die zweite Reakkreditierung findet planmäßig im Dezember 2024 statt.

BUA-Joint Degree

Der Masterstudiengang Public Health (MScPH) der Berlin School of Public Health, einer gemeinsamen Einrichtung der Alice Salomon Hochschule, der Charité Universitätsmedizin Berlin und der Technischen Universität Berlin, wurde im September 2021 als BUA-Joint Degree eingestuft. Diese Einstufung erhalten forschungsorientierte Kooperationsstudiengänge der Verbundpartnerinnen der Berlin University Alliance, die sich Themen globaler Bedeutung widmen und ein ausgeprägtes interdisziplinäres und internationales Profil ausweisen.

Die Berlin University Alliance ist ein Verbund aus Freier Universität Berlin, Humboldt-Universität zu Berlin, Technischer Universität Berlin und Charité, gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und dem Land Berlin im Rahmen der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern.

Was ist Public Health?

Public Health, auch Gesundheitswissenschaften genannt, beschäftigt sich in Praxis, Forschung und Lehre mit den Bedingungen für Gesundheit und der Bewältigung von Krankheit, soweit sie in der natürlichen, technischen und sozialen Umwelt der Menschen begründet liegen.

Verschiedene Faktoren beeinflussen die gesundheitliche Lage einer Bevölkerung. Maßgeblich spielen das Gesundheitssystem, die Versorgungsstrukturen, die Finanzierung der Gesundheitsleistungen, politische und soziale Rahmenbedingungen und auch das Gesundheitsverhalten der Bevölkerung eine Rolle. Public Health ist ein interdisziplinäres Fach, das durch die wissenschaftliche Zusammenarbeit verschiedener Disziplinen Lösungsansätze für die Verbesserung der gesamtgesellschaftlichen Gesundheitssituation erarbeitet. Die gegenwärtigen Aufgaben von Public Health bewegen sich in der Verbindung von Gesundheitsforschung, sozialer Medizin, Gesundheitssystem- und Versorgungsforschung und gesundheitsbezogener Technologiefolgenabschätzung.

Für Public Health werden epidemiologische Methoden eingesetzt, um auf Bevölkerungsniveau die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen einer Bevölkerungsgruppe gesundheitsbezogen zu analysieren, die Systeme der gesundheitlichen Versorgung zu untersuchen, die Wechselwirkungen zwischen Menschen und ihrer Umwelt zu betrachten, die sozialen Strukturen und gesundheitsbezogenen Verhaltensweisen der Gesellschaft zu erforschen und die Umsetzung medizinische Erkenntnisse gesamtgesellschaftlich zu betrachten.

Public Health hat eine gesundheitsförderliche und krankheitsvermeidende Ausrichtung. Die interaktive Zusammenarbeit verschiedener Disziplinen bietet Ansatzpunkte für ihre Umsetzung. Die Humanbiologie identifiziert und erkennt die Krankheiten unserer Zeit. Quantitative Disziplinen wie Epidemiologie und Statistik lassen uns über das Individuum hinaus die Ausbreitung der Krankheiten in Bevölkerungen und Risikogruppen erkennen. Die Sozialwissenschaften bieten Einblick in gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Strukturen, die den gesundheitlichen Zustand von Bevölkerungsgruppen mitbestimmen. Gesundheitsbezogene Verhaltensweisen und unterschiedliche Lebensstile können durch Disziplinen wie Psychologie weiter erklärt werden. Erziehungswissenschaften bieten Strategien um Wissen um Gesundheit und Public Health Konzepte wie 'Empowerment' in verschiedenen Bevölkerungsgruppen umzusetzen.

Public Health ist praxisorientiert. Es gehört zum Aufgabenkanon von Public Health, in die realen Verhältnisse zu wirken und diese zu beeinflussen und zu verändern. Dies kann durch die Übernahme von Managementfunktionen im Versorgungsbereich, die Mitarbeit auf politischer Ebene oder über die Erforschung, Evaluierung und Verbreitung gesundheitswissenschaftlicher Konzepte geschehen.

Konzept und Aufbau des Studiengangs MScPH

Der MScPH ist als Vollzeitstudiengang konzipiert. Es finden in jedem Semester täglich Lehrveranstaltungen im Umfang von ca 20 Stunden mit Anwesenheitspflicht statt. Zusätzlich fallen pro Woche ca. 20 Stunden Vor- und Nachbereitungszeit an, was eine studentische Arbeitsbelastung (Student Investment Time, SIT) von ca 40 Stunden pro Woche ergibt. Mit dem Ziel der Familienfreundlichkeit finden Lehrveranstaltungen zwischen 10-16 Uhr statt. Die Semester bestehen aus jeweils 15 Semesterwochen Vorlesungszeit gefolgt von einer vorlesungsfreien Zeit, in der Prüfungsleistungen und Hausarbeiten absolviert werden. 

Im Rahmen des Studiums werden 16 Module à 6 ECTS absolviert. Zwei Basismodule dienen dazu, einen Wissensausgleich zwischen den Herkunftsdisziplinen der Studierenden herzustellen. Die zwei Kernmodule dienen zur Identifikation mit dem Fachgebiet, zur ethischen Sensibilisierung für übergeordnete Public Health Fragestellungen und zu aktuellen Herausforderungen von Public Health. Die acht Schwerpunktmodule dienen der Vertiefung und dem Ausbau fachwissenschaftlicher Kompetenzen in den Bereichen Forschungsmethoden, Determinanten von Gesundheit, Gesundheitssystemforschung und –management so wie Gesundheitsförderung und Prävention. Drei Vertiefungsmodule dienen der individuellen Spezialisierung. Sie können aus dem weiteren Angebot der Berliner Universitäten oder anderer Hochschulen, auch im Ausland, frei gewählt werden, sofern ein Bezug zu Public Health gegeben ist. Den Abschluss des Studiums bilden die Masterarbeit (24 ECTS) und das begleitende Kolloquium.

Für Studierende, die wegen einer zusätzlichen Belastung z.B. durch Familie, Erwerbstätigkeit oder zu pflegende Angehörige ein Vollzeitstudium nicht einrichten können, besteht die Möglichkeit, einen Studienplatz in Teilzeit zu beantragen. Der Antrag muss vor Semesterbeginn gestellt werden. Bei einem Teilzeitstudium verlängert sich das Studium auf 8 Semester. Studierende melden jedes Semester ihre gewünschten Module im Umfang von 12 oder 18 ECTS beim Prüfungsamt an.

1. Fachsemester Stundenplan und Module

Im ersten Fachsemester wird über das erste Kernmodul die Identifikation mit dem Fachgebiet, eine ethische Sensibilisierung für übergeordnete Public Health Fragestellungen und eine Darstellung aktueller Herausforderungen von Public Health erreicht. Ergänzend finden verpflichtend das Modul HPP1 - Prävention und Gesundheitsförderung und MET1 - Empirische Forschungsmethoden für Public Health statt. Die Studienstruktur ist bemüht, über die Basismodule im ersten Fachsemester einen Wissensausgleich zwischen den Herkunftsdisziplinen der Studierenden herzustellen. Die Basismodule spiegeln die Fachbereiche wieder, die im Rahmen der Bewerbung nachgewiesen werden mussten. Studierende besuchen Basismodule in den beiden Fächern, die sie nicht in der Bewerbung vorgewiesen haben.

Pflichtmodule:

  • Kern1 - Krankheitsverteilung und Handlungsansätze
  • MET1 - Empirische Forschungsmethoden für Public Health
  • HPP1 - Prävention und Gesundheitsförderung als interdisziplinäre Herausforderung

Zwei von vier Basismodulen:

  • Basis 1 - Medizinische Grundlagen für Public Health
  • Basis 2 - Epidemiologische und biostatistische Grundlagen für Public Health
  • Basis 3 - Politische und ökonomische Grundlagen des deutschen Gesundheitssystems
  • Basis 4 - Sozialwissenschaftliche Grundlagen von Gesundheit und Krankheit 

2. Fachsemester Stundenplan und Module

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Das zweite Fachsemester ist durch die fünf zu belegenden Schwerpunktmodule besonders anspruchsvoll und dient der Vertiefung und dem Ausbau fachwissenschaftlicher Kompetenzen. Es finden verpflichtend die Module PHD1 - Gesellschaft und Gesundheit, HPE1 - Gesundheitssysteme und MET2 - Methoden in Epidemiologie und Bevölkerungsforschung statt. Zudem müssen Studierende zwei weitere Module wählen. Aus dem Bereich Gesundheitsdeterminanten steht entweder PHD2a - Umwelt und Gesundheit oder PHD2b - Surveillance von Infektionskrankheiten zur Wahl. Bei dem zweiten Wahlmodul wird zwischen HPP2a - Gesundheitsförderung und HPP2b - Prävention gewählt.

Pflichtmodule:

  • PHD1 - Gesellschaft und Gesundheit
  • HPE1 - Gesundheitssysteme
  • MET2 - Methoden in Epidemiologie und Bevölkerungsforschung

Wahlpflichtmodule:

  • PHD2a - Umwelt und Gesundheit oder PHD2b - Surveillance von Infektionskrankheiten
  • HPP2a - Handlungsansätze für Gesundheitsförderung oder HPP2b - Handlungsansätze für Prävention

3. Fachsemester Stundenplan und Module

Im dritten Fachsemester steht die Vorbereitung der Masterarbeit im Vordergrund. Über das Modul Kern 2 erhalten Studierende gelegenheit, Forschungsthemen zur Bearbeitung in der Masterarbeit zu erörtern. Die Vorlesungen werden von Akteuren im Gesundheitswesen gehalten und sollen aktuelle Herausforderungen in Public Health darlegen. In den begleitenden Seminaren erarbeiten Studierende beispielhaft Forschungsvorhaben (inklusive Studiendesign, Datengrundlage und Auswertungsmethode). Die erarbeiteten Forschungsvorhaben können in der Masterarbeit weiter umgesetzt werden.

Daneben gilt es ein letztes Wahlpflichtmodul aus dem MScPH zu absolvieren. Aus den von der TU verantwortet Modulen im Bereich Gesundheitsökonomie und Gesundheitspolitik muss entweder HPE 2b - Gesundheitsökonomische Evaluation / Health Technology Assessment oder HPE 2a - Management von gesundheitsrelevanten Organisationen und Systemen gewählt werden.

Die verbleibenden 18 ECTS des Semesters sind frei über Vertiefungsmodule zu absolvieren. Dies dient der individuellen Spezialisierung und dem Ausbau eigener Interessen. Es können im Umfang von 18 ECTS Module aus dem überfachlichen Wahlpflichtbereich anderer Hochschulen in Berlin, Deutschland oder auch im Ausland frei gewählt werden, sofern ein Bezug zu Public Health gegeben ist. Des weiteren kann ein Praktikum oder eine fachlich relevante studentische Mitarbeit für bis zu 6 ECTS geltend gemacht werden.

Pflichtmodul:

  • Kern 2 - Public Health-Herausforderungen und Antworten

Wahlpflichtmodul:

  • HPE 2b - Gesundheitsökonomische Evaluation / Health Technology Assessment oder HPE 2a - Management von gesundheitsrelevanten Organisationen und Systemen

Vertiefungsmodule der ASH:

  • ASHV MET - Diversitätssensible Versorgung und Forschendes Lernen
  • ASHV HPP3 - Qualitätsentwicklung bei komplexen Interventionen in Gesundheitsförderung und Prävention

Im 3. Fachsemester ist auch das Mobilitätsfenster für einen Auslandsaufenthalt vorgesehen.  Ein Auslandsaufenthalt im Rahmen des Studiums erweitert den Erfahrungshorizont und bietet spannende Möglichkeiten für den Erwerb von fachlichen, kulturellen und sprachlichen Kompetenzen. Der Auslandsaufenthalt über Erasmus bietet einen betreuten und finanzierten Studienaustausch im Europäischen Kontext. Das Erasmusbüro der Charité koordiniert die Bewerbungen für den Austausch über Erasmus (https://erasmus.charite.de). Bewerbungsfrist ist der 30. November für einen Aufenthalt im Folgejahr. Unabhängig von Erasmus können Auslandsaufenthalte auch im außereuropäischen Ausland und über andere Finanzierungsquellen erfolgen. Diese müssen von Studierenden selbstständig organisiert und finanziert werden, da keine Beratung und Betreuung hierfür zur Verfügung steht.

4. Fachsemester Stundenplan und Module

Das vierte Fachsemester dient der Bearbeitung der Masterarbeit. In der Masterarbeit weisen Studierende nach, dass sie ein klar definiertes Thema oder Problem zu Public Health-relevanten Fragen innerhalb der vorgegebenen Frist von 6 Monaten eigenständig wissenschaftlich bearbeiten können. Studierende werden – bei entsprechender Qualität – zur Publikation ihrer Masterarbeit ermutigt. Grundsätzlich ist die Masterarbeit als empirisches Forschungsvorhaben in Form von einer Monografie konzipiert. Es wird über die Darstellung des Forschungsstandes eine Forschungsfrage hergeleitet, ein geeignetes Studiendesign oder methodische Herangehensweise wird identifiziert, Daten werden analysiert, Ergebnisse dargestellt und im wissenschaftlichen Kontext diskutiert. Das Kolloquium begleitet die Masterarbeit.

Pflichtmodul:

Koll - Kolloquium zur Masterarbeit

Bewerbungsverfahren mit Fachtest

Jedes Jahr ist zwischen dem 1. Juni und 15. Juli ein Antrag auf Zulassung für das folgende Wintersemester möglich. Der Antrag auf Zulassung besteht aus zwei Schritten:

  1. Uber das Online-Bewerbungsformular geben Bewerbende die Daten zu ihrer Person und ihrem Abschluss (Hochschule, Fachrichtung, Abschlussdatum, Abschlussnote) ein. Wenn das Abschlusszeugnis noch nicht vorliegt reicht ein vorläufiges Zeugnis (anzugeben sind dann Hochschule, Fachrichtung, Datum Zwischenzeugnis, vorläufige Abschlussnote). 
  2. Ergänzend muss das Abschlusszeugnis des Bachelorstudiengangs (und ggf. weitere Unterlagen) separat als PDF per Email bei mscph-bewerbung@charite.de eingereicht werden. Eine Anleitung finden Sie über die Bewerbungsseite der Charité.

Alle Bewerbenden, die form- und fristgerecht einen Antrag auf Zulassung gestellt haben und die Zugangsvoraussetzungen erfüllen, werden zur Teilnahme an einem Fachtest eingeladen.

  • Der Fachtest findet Ende Juli / Anfang August in Berlin auf dem Charité Campus Mitte statt.
  • Der Fachtest dauert ca 90 Minuten
  • Die Einladung zum Fachtest erfolgt spätestens 8 Tage davor ausschließlich per E-Mail
  • Das genaue Datum und Zeit wird über die Bewerbungseite der Charité bekannt gegeben.

Der Fachtest gibt Bewerbenden die Chance, ihre Bewerbung zu stärken (eine Verschlechterung der Bewerbung über den Fachtest ist ausgeschlossen!). Der Fachtest besteht aus Fragen zu i) Grundlagen der Epidemiologie und des statistischen Denkens, zur ii) Interpretation von statistischen Angaben in Grafiken und wissenschaftlicher Literatur sowie iii) Verständnisfragen zu einem englischen Fachtext.

Die Studienplätze im MScPH werden nach einer Rangliste der Bewerber*innen vergeben. Ihr Rangplatz setzt sich aus Ihrer Note im vorangegangenen Studium (55%) und Ihrer Note im Fachtest (45%) zusammen. Wer eine schlechte Note im Abschlusszeugnis hat (z.B. eine 3,7) aber eine gute Note im Fachtest (z.B. Note 1) kann über den Fachtest einen besseren Rangplatz erhalten als eine Person mit der Abschlussnote 1,3!

Erläuterungen zum Fachtest

Wir freuen uns sehr über Ihr Interesse an dem konsekutiven Masters of Science in Public Health an der Berlin School of Public Health (BSPH). Mit dem Zulassungsverfahren 2022 stellen wir auf eine schriftliche Eignungsprüfung (Fachtest) um und möchten Ihnen im Folgenden noch einige Informationen zu Ihrer Orientierung und Vorbereitung mitgeben.

Der Fachtest besteht aus verschiedenen Frageformaten (z.B. Multiple Choice, freie Textaufgaben und Rechenaufgaben und die Bearbeitungszeit beträgt 90 Minuten. Die Prüfung wird in Präsenz und unter Aufsicht in Berlin abgehalten. Zur Vorbereitung auf die Eignungsprüfung ist es wichtig, dass es nicht auf faktisches Wissen z.B. zum deutschen Gesundheitssystem oder Fachbegriffe wie Prävalenz ankommt, sondern Ihre Fähigkeit zur Abstraktion und Interpretation geprüft wird. Bitte beachten Sie, dass die Eignungsprüfung so gestaltet ist, dass es nur wenigen möglich sein soll, die volle Punktzahl zu erreichen. Sie kommen alle aus unterschiedlichen Fachrichtungen und bringen unterschiedliche Vorkenntnisse und Stärken mit! Überspringen Sie daher schwere Fragen und wenden Sie sich den Fragen zu, die Ihnen leichter erscheinen.

Der Fachtest besteht aus verschiedenen Fragetypen:

  1. Multiple-Choice-Fragen (MC) mit nur einer richtigen Antwortmöglichkeit.
  2. Fragen, die eine wahr/falsch Entscheidung erfordern. Die Antwort sollte sich aus dem dazugehörigen Text ableiten lassen.
  3. Rechenaufgaben. Bitte legen Sie ihren Rechenweg kurz und präzise dar.  Es werden jeweils für Lösungsweg und Lösung Punkte vergeben. Ein Antwortsatz ist nicht notwendig.
  4. Fragen, bei denen Sie freie Felder ausfüllen müssen. Hier reichen einzelne Begriffe oder Stichworte auf Deutsch oder Englisch. Sollten z.B. drei Begriffe gefordert werden, bewerten wir nur die ersten drei Begriffe die Sie auflisten. Mehr aufzulisten lohnt sich also nicht! 
  5. Freitextfragen, die sich auf einen englischen Fachtext beziehen. Bitte formulieren Sie Antworten in ganzen Sätzen auf Deutsch oder Englisch.

Bei der Eignungsprüfung dürfen Sie einen Taschenrechner und ein Wörterbuch verwenden.

Zur Vorbereitung stehen Ihnen im Folgenden 4 Beispieltestfragen zur Verfügung. Der tatsächliche Fachtest wird mehr Fragen enthalten.

Beispielfrage Multiple-Choice

Die historische Stadt Epiville hat am 01. Januar 2030 eine Bevölkerung von 69.744 Einwohner*innen. Im Laufe des Jahres gingen die Bürger*innen durch Höhen und Tiefen: mit Momenten der Freude, als insgesamt 248 Babys geboren wurden, und Momenten der Trauer, als insgesamt 199 Personen starben. Aufgrund der berühmten Universität in der Stadt kommen jedes Jahr Student*innen und Forscher*innen aus aller Welt, um an der Universität zu studieren und zu arbeiten. In diesem Jahr zogen insgesamt 534 Personen in die Stadt, um ihr Wissen zu erweitern und Arbeit zu suchen und 327 Gelehrte zogen zurück in ihre Heimatstädte. Alle Veränderungen an der gesamten Bevölkerung werden vom Bürgeramt erfasst und dokumentiert.

1. Wie hat sich die Population von Epiville zahlenmäßig bis zum Ende des Jahres entwickelt? (2 Punkte)

  • A - Die Anzahl der Einwohner*innen in Epiville ist insgesamt gestiegen.
  • B - Die Gesamtbevölkerung von Epiville zeigte zum Jahresende einen leichten Rückgang
  • C - Es gab keine Veränderung. Die Anzahl der Einwohner*innen ist gleichgeblieben.

 

2. Wie viele neue Einwohner*innen hat das Bürgeramt bis zum Ende des Jahres insgesamt registriert? (2 Punkte)

  • A - Das Bürgeramt registrierte 207 neue Einwohner*innen.
  • B - Das Bürgeramt registrierte 534 neue Einwohner*innen.
  • C - Das Bürgeramt registrierte 782 neue Einwohner*innen.
  • D - Das Bürgeramt registrierte 248 neue Einwohner*innen.

 

3. Im Bürgeramt arbeiten 35 Mitarbeiter*innen an der Erfassung und Dokumentation der Bevölkerung von Epiville. Am Ende des Jahres findet erneut eine Erhebung zu den aktuellen Einwohnerzahlen statt. Wie viele Einwohner*innen erfasst jede*r Mitarbeiter*in im Durchschnitt? (4 Punkte)

  • A - Jede*r Mitarbeiter*in hat im Durchschnitt 22,3 Einwohner*innen erfasst.
  • B - Jede*r Mitarbeiter*in hat im Durchschnitt 2.000 Einwohner*innen erfasst.
  • C - Jede*r Mitarbeiter*in hat im Durchschnitt 850 Einwohner*innen erfasst.
  • D - Jede*r Mitarbeiter*in hat im Durchschnitt 1.977,7 Einwohner*innen erfasst.

Beispielfrage Rechenaufgabe

Am 1. Januar eines Jahres leben in der Stadt Epitopolis insgesamt 5.000 Menschen. Fünf Prozent der Einwohner*innen haben die (fiktive) chronische Erkrankung Epitis und 20 Prozent der an Epitis Erkrankten benötigen eine Krankenhausbehandlung. Pro 1.000 Einwohner*innen treten fünf neue Fälle von Epitis auf. Insgesamt versterben 1,961 % (Prozent) der Einwohner*innen von Epitopolis pro Jahr (gemessen am Jahresende), unabhängig davon, ob sie die chronische Erkrankung Epitis haben oder nicht.

  1. Berechnen Sie, wie viele Menschen in der Stadt Epitopolis die chronische Erkrankung Epitis haben. (2 Punkte)
  2. Berechnen Sie, wie viele neue Fälle der chronischen Erkrankung Epitis in der Stadt Epitopolis in einem Jahr auftreten. (2 Punkte)
  3. Berechnen Sie, auf wie viele Krankenhausbehandlungen mit der chronischen Erkrankung Epitis (bestehende plus neue Fälle) die Stadt in dem gegebenen Jahr vorbereitet sein muss. (4 Punkte)

Beispielfrage wahr/falsch

Um die die Schwere der Schädel-Hirn-Trauma bei einem Patienten, zum Beispiel nach einem Verkehrsunfall, abzuschätzen zu können wird die sogenannte Glasgow-Coma-Scale (GCS) zur Einschätzung des Schweregrades herangezogen. Die milde Variante des Schädel-Hirn-Traumas geht dabei mit akutem Gedächtnisverlust, Schwindel und Übelkeit einher. Bei ungefähr jedem fünften Patienten stellt sich im Zeitverlauf keine Besserung der Symptome ein. Ein Team aus Wissenschaftlern in Berlin und Rom fand heraus, dass auch eine wiederholte Krafteinwirkung auf den Schädel, wie beispielsweise beim Kampfsport, American Football oder sogar Fußball, langfristig zu ähnlichen Symptomen führen kann.

Welche Aussagen sind richtig aus dem Text abgeleitet? (je 1 Punkt = 4 Punkte)

  • wahr/falsch: Ein Schädel-Hirn-Trauma kann sowohl durch ein einzelnes Trauma wie bei einem Verkehrsunfall als auch durch langfristige Krafteinwirkungen im Rahmen von Kampfsportarten hervorgerufen werden.  
  • (wahr/falsch: Schwindel gehört zu den klassischen Symptomen eines schweren Schädel-Hirn-Traumas. 
  • wahr/falsch: Im zeitlichen Verlauf stellt sich bei etwa 20% der Patienten mit Schädel-Hirn-Trauma keine Besserung der Symptome ein.
  • wahr/falsch: Die beschriebenen Forschungsergebnisse wurden parallel, aber unabhängig voneinander, in Berlin und Rom erzielt.

Beispielfrage freie Felder ausfüllen

Die psychotherapeutische ambulante Versorgung wird durch die Kassenärztlichen Vereinigung im System der Selbstverwaltung geplant. Es war in der Vergangenheit von längeren Wartezeiten zur psychotherapeutischen Behandlung auszugehen. Im Jahr 2017 wurde der Zugang zu Psychotherapeuten umfassend reformiert (z.B. durch die Freihaltung von Sprechstunden ohne Termin). Sie wollen die Wirksamkeit dieser Reform in Ihrer Seminararbeit evaluieren. Formulieren Sie hierzu eine korrekte wissenschaftliche Hypothese (H0) und Gegenhypothese (H1), die man statistisch testen kann. (je 2 Punkte = 4 Punkte)

 

H0 __________________________________________________________________________

 

H1 __________________________________________________________________________

 

Freitextfragen, die sich auf einen englischen Fachtext beziehen

Die folgenden Fragen beziehen sich auf einen Comment, The Lancet vom August 24, 2019: From primary health care to universal health coverage—one step forward and two steps back, by David Sanders, Sulakshana Nandi, Ronald Labonté, Carina Vance, Wim Van Damme

Abrufbar hier

  1. Welche zwei Ziele werden im Text für universal health coverage (UHC) genannt?
  2. Was ist die im Text genannte Definition von (a.) primary care in Abgrenzung zu (b.) primary health care (PHC)?
  3. Inwiefern ist der im Text beschriebene „New International Economic Order“ Public Health relevant?
  4. Warum ist es problematisch, wenn primary health care (PHC) reduziert wird und nur als ein Bestandteil von universal health coverage (UHC) gesehen wird?

Berufliche Perspektiven

Ein Masterabschluss in Public Health dient der inhaltlichen und fachlichen Vertiefung und Spezialisierung für Tätigkeiten im Gesundheitswesen.

  • Absolvent*innen der BSPH  können sich für eine forschungsorientierte Ausrichtung entscheiden und sind für eine wissenschaftsnahe Tätigkeit ausgerüstet.
  • Es kann auch stärker anwendungsorientiert studiert werden, was einen vielfältigen Einsatz in der Gesundheitsverwaltung und Gesundheitspolitik, Planung und Management von und in Versorgungseinrichtungen, Trägerorganisationen und Verbänden im Gesundheits- und Sozialwesen ermöglicht.

Studiengangsekretariat MScPH

Susanne Kottschlag

+49 30 450 570 615

Prüfungsamt MScPH

 Marina Knoll

+49 30 450 576297