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Master of Science in Public Health, konsekutiv (MScPH)

Der konsekutive Master of Science in Public Health wird gemeinsam von den an der BSPH beteiligten Einrichtungen durchgeführt: Alice Salomon Hochschule, Charité - Universitätsmedizin Berlin und Technischer Universität Berlin durchgeführt. Jede Einrichtung bringt ihre eigene fachliche Expertise in den Studiengang ein.

  • circa 60 Studienplätze
  • Studienbeginn jeweils zum Wintersemester
  • Regelstudienzeit in Vollzeit: 4 Semester (2 Jahre), 120 ECTS.

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Eckpunkte MScPH

Der konsekutive Master of Science in Public Health (MScPH) an der BSPH:

  • Gemeinsamer Studiengang von Alice Salomon Hochschule, Charité – Universitätsmedizin Berlin und Technischer Universität Berlin.
  • Der Studiengang ist mit einer methodisch-wissenschaftlichen Ausrichtung eher forschungsorientiert und richtet sich an Bachelorabsolvent*innen aus allen Public Health-relevanten Fachrichtungen.
  • Bewerbungen ausschließlich elektronisch im Zeitraum 1. Juni bis 15 Juli. Die Immatrikulation erfolgt an der Charité. Der Studiengang beginnt jährlich Mitte Oktober.
  • Die Zulassungszahlen des Jahrgangs werden in der Zulassungszahlensatzung der Charité veröffentlicht (ca 60 Plätze).
  • Die Regelstudienzeit geht über 4 Semester (2 Jahre) in Vollzeit und umfasst 120 Leistungspunkte (ECTS) nach dem European Credit Transfer System.
  • Insgesamt müssen 17 Module absolviert werden, in denen theoretische und praktische Kompetenzen aus unterschiedlichen Public Health-Bereichen vermittelt werden.
  • Die Unterrichtssprache ist in vielen Modulen Deutsch. Einige der Module werden auf Englisch durchgeführt.
  • Der Studiengang ist akkreditiert und wird regelmäßig evaluiert. Es wird der akademische Abschluss MSc - Master of Science verliehen. 

BUA-Joint Degree

Der Masterstudiengang Public Health (MScPH) der Berlin School of Public Health, einer gemeinsamen Einrichtung der Alice Salomon Hochschule, der Charité Universitätsmedizin Berlin und der Technischen Universität Berlin, wurde im September 2021 als BUA-Joint Degree eingestuft. Diese Einstufung erhalten forschungsorientierte Kooperationsstudiengänge der Verbundpartnerinnen der Berlin University Alliance, die sich Themen globaler Bedeutung widmen und ein ausgeprägtes interdisziplinäres und internationales Profil ausweisen.

Die Berlin University Alliance ist ein Verbund aus Freier Universität Berlin, Humboldt-Universität zu Berlin, Technischer Universität Berlin und Charité, gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und dem Land Berlin im Rahmen der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern.

Was ist Public Health?

Public Health, auch Gesundheitswissenschaften genannt, beschäftigt sich in Praxis, Forschung und Lehre mit den Bedingungen für Gesundheit und der Bewältigung von Krankheit, soweit sie in der natürlichen, technischen und sozialen Umwelt der Menschen begründet liegen.

Verschiedene Faktoren beeinflussen die gesundheitliche Lage einer Bevölkerung. Maßgeblich spielen das Gesundheitssystem, die Versorgungsstrukturen, die Finanzierung der Gesundheitsleistungen, politische und soziale Rahmenbedingungen und auch das Gesundheitsverhalten der Bevölkerung eine Rolle. Public Health ist ein interdisziplinäres Fach, das durch die wissenschaftliche Zusammenarbeit verschiedener Disziplinen Lösungsansätze für die Verbesserung der gesamtgesellschaftlichen Gesundheitssituation erarbeitet. Die gegenwärtigen Aufgaben von Public Health bewegen sich in der Verbindung von Gesundheitsforschung, sozialer Medizin, Gesundheitssystem- und Versorgungsforschung und gesundheitsbezogener Technologiefolgenabschätzung.

Für Public Health werden epidemiologische Methoden eingesetzt, um auf Bevölkerungsniveau die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen einer Bevölkerungsgruppe gesundheitsbezogen zu analysieren, die Systeme der gesundheitlichen Versorgung zu untersuchen, die Wechselwirkungen zwischen Menschen und ihrer Umwelt zu betrachten, die sozialen Strukturen und gesundheitsbezogenen Verhaltensweisen der Gesellschaft zu erforschen und die Umsetzung medizinische Erkenntnisse gesamtgesellschaftlich zu betrachten.

Public Health hat eine gesundheitsförderliche und krankheitsvermeidende Ausrichtung. Die interaktive Zusammenarbeit verschiedener Disziplinen bietet Ansatzpunkte für ihre Umsetzung. Die Humanbiologie identifiziert und erkennt die Krankheiten unserer Zeit. Quantitative Disziplinen wie Epidemiologie und Statistik lassen uns über das Individuum hinaus die Ausbreitung der Krankheiten in Bevölkerungen und Risikogruppen erkennen. Die Sozialwissenschaften bieten Einblick in gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Strukturen, die den gesundheitlichen Zustand von Bevölkerungsgruppen mitbestimmen. Gesundheitsbezogene Verhaltensweisen und unterschiedliche Lebensstile können durch Disziplinen wie Psychologie weiter erklärt werden. Erziehungswissenschaften bieten Strategien um Wissen um Gesundheit und Public Health Konzepte wie 'Empowerment' in verschiedenen Bevölkerungsgruppen umzusetzen.

Public Health ist praxisorientiert. Es gehört zum Aufgabenkanon von Public Health, in die realen Verhältnisse zu wirken und diese zu beeinflussen und zu verändern. Dies kann durch die Übernahme von Managementfunktionen im Versorgungsbereich, die Mitarbeit auf politischer Ebene oder über die Erforschung, Evaluierung und Verbreitung gesundheitswissenschaftlicher Konzepte geschehen.

Konzept und Aufbau des Studiengangs MScPH

Der MScPH ist als Vollzeitstudiengang konzipiert. Es finden in jedem Semester täglich Lehrveranstaltungen im Umfang von ca 20 Stunden mit Anwesenheitspflicht statt. Zusätzlich fallen pro Woche ca. 20 Stunden Vor- und Nachbereitungszeit an, was eine studentische Arbeitsbelastung (Student Investment Time, SIT) von ca 40 Stunden pro Woche ergibt. Mit dem Ziel der Familienfreundlichkeit finden Lehrveranstaltungen zwischen 10-16 Uhr statt. Die Semester bestehen aus jeweils 15 Semesterwochen Vorlesungszeit gefolgt von einer vorlesungsfreien Zeit, in der Prüfungsleistungen und Hausarbeiten absolviert werden. 

Im Rahmen des Studiums werden 16 Module à 6 ECTS absolviert. Zwei Basismodule dienen dazu, einen Wissensausgleich zwischen den Herkunftsdisziplinen der Studierenden herzustellen. Die zwei Kernmodule dienen zur Identifikation mit dem Fachgebiet, zur ethischen Sensibilisierung für übergeordnete Public Health Fragestellungen und zu aktuellen Herausforderungen von Public Health. Die acht Schwerpunktmodule dienen der Vertiefung und dem Ausbau fachwissenschaftlicher Kompetenzen in den Bereichen Forschungsmethoden, Determinanten von Gesundheit, Gesundheitssystemforschung und –management so wie Gesundheitsförderung und Prävention. Drei Vertiefungsmodule dienen der individuellen Spezialisierung. Sie können aus dem weiteren Angebot der Berliner Universitäten oder anderer Hochschulen, auch im Ausland, frei gewählt werden, sofern ein Bezug zu Public Health gegeben ist. Den Abschluss des Studiums bilden die Masterarbeit (24 ECTS) und das begleitende Kolloquium.

Für Studierende, die wegen einer zusätzlichen Belastung z.B. durch Familie, Erwerbstätigkeit oder zu pflegende Angehörige ein Vollzeitstudium nicht einrichten können, besteht die Möglichkeit, einen Studienplatz in Teilzeit zu beantragen. Der Antrag muss vor Semesterbeginn gestellt werden. Bei einem Teilzeitstudium verlängert sich das Studium auf 8 Semester. Studierende melden jedes Semester ihre gewünschten Module im Umfang von 12 oder 18 ECTS beim Prüfungsamt an.

1. Fachsemester Stundenplan und Module

Im ersten Fachsemester wird über das erste Kernmodul die Identifikation mit dem Fachgebiet, eine ethische Sensibilisierung für übergeordnete Public Health Fragestellungen und eine Darstellung aktueller Herausforderungen von Public Health erreicht. Ergänzend finden verpflichtend das Modul HPP1 - Prävention und Gesundheitsförderung und MET1 - Empirische Forschungsmethoden für Public Health statt. Die Studienstruktur ist bemüht, über die Basismodule im ersten Fachsemester einen Wissensausgleich zwischen den Herkunftsdisziplinen der Studierenden herzustellen. Die Basismodule spiegeln die Fachbereiche wieder, die im Rahmen der Bewerbung nachgewiesen werden mussten. Studierende besuchen Basismodule in den beiden Fächern, die sie nicht in der Bewerbung vorgewiesen haben.

Pflichtmodule:

  • Kern1 - Krankheitsverteilung und Handlungsansätze
  • MET1 - Empirische Forschungsmethoden für Public Health
  • HPP1 - Prävention und Gesundheitsförderung als interdisziplinäre Herausforderung

Zwei von vier Basismodulen:

  • Basis 1 - Medizinische Grundlagen für Public Health
  • Basis 2 - Epidemiologische und biostatistische Grundlagen für Public Health
  • Basis 3 - Politische und ökonomische Grundlagen des deutschen Gesundheitssystems
  • Basis 4 - Sozialwissenschaftliche Grundlagen von Gesundheit und Krankheit 

2. Fachsemester Stundenplan und Module

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Das zweite Fachsemester ist durch die fünf zu belegenden Schwerpunktmodule besonders anspruchsvoll und dient der Vertiefung und dem Ausbau fachwissenschaftlicher Kompetenzen. Es finden verpflichtend die Module PHD1 - Gesellschaft und Gesundheit, HPE1 - Gesundheitssysteme und MET2 - Methoden in Epidemiologie und Bevölkerungsforschung statt. Zudem müssen Studierende zwei weitere Module wählen. Aus dem Bereich Gesundheitsdeterminanten steht entweder PHD2a - Umwelt und Gesundheit oder PHD2b - Surveillance von Infektionskrankheiten zur Wahl. Bei dem zweiten Wahlmodul wird zwischen HPP2a - Gesundheitsförderung und HPP2b - Prävention gewählt.

Pflichtmodule:

  • PHD1 - Gesellschaft und Gesundheit
  • HPE1 - Gesundheitssysteme
  • MET2 - Methoden in Epidemiologie und Bevölkerungsforschung

Wahlpflichtmodule:

  • PHD2a - Umwelt und Gesundheit oder PHD2b - Surveillance von Infektionskrankheiten
  • HPP2a - Handlungsansätze für Gesundheitsförderung oder HPP2b - Handlungsansätze für Prävention

3. Fachsemester Stundenplan und Module

Im dritten Fachsemester steht die Vorbereitung der Masterarbeit im Vordergrund. Über das Modul Kern 2 erhalten Studierende gelegenheit, Forschungsthemen zur Bearbeitung in der Masterarbeit zu erörtern. Die Vorlesungen werden von Akteuren im Gesundheitswesen gehalten und sollen aktuelle Herausforderungen in Public Health darlegen. In den begleitenden Seminaren erarbeiten Studierende beispielhaft Forschungsvorhaben (inklusive Studiendesign, Datengrundlage und Auswertungsmethode). Die erarbeiteten Forschungsvorhaben können in der Masterarbeit weiter umgesetzt werden.

Daneben gilt es ein letztes Wahlpflichtmodul aus dem MScPH zu absolvieren. Aus den von der TU verantwortet Modulen im Bereich Gesundheitsökonomie und Gesundheitspolitik muss entweder HPE 2b - Gesundheitsökonomische Evaluation / Health Technology Assessment oder HPE 2a - Management von gesundheitsrelevanten Organisationen und Systemen gewählt werden.

Die verbleibenden 18 ECTS des Semesters sind frei über Vertiefungsmodule zu absolvieren. Dies dient der individuellen Spezialisierung und dem Ausbau eigener Interessen. Es können im Umfang von 18 ECTS Module aus dem überfachlichen Wahlpflichtbereich anderer Hochschulen in Berlin, Deutschland oder auch im Ausland frei gewählt werden, sofern ein Bezug zu Public Health gegeben ist. Des weiteren kann ein Praktikum oder eine fachlich relevante studentische Mitarbeit für bis zu 6 ECTS geltend gemacht werden.

Pflichtmodul:

  • Kern 2 - Public Health-Herausforderungen und Antworten

Wahlpflichtmodul:

  • HPE 2b - Gesundheitsökonomische Evaluation / Health Technology Assessment oder HPE 2a - Management von gesundheitsrelevanten Organisationen und Systemen

Vertiefungsmodule der ASH:

  • ASHV MET - Diversitätssensible Versorgung und Forschendes Lernen
  • ASHV HPP3 - Qualitätsentwicklung bei komplexen Interventionen in Gesundheitsförderung und Prävention

Im 3. Fachsemester ist auch das Mobilitätsfenster für einen Auslandsaufenthalt vorgesehen.  Ein Auslandsaufenthalt im Rahmen des Studiums erweitert den Erfahrungshorizont und bietet spannende Möglichkeiten für den Erwerb von fachlichen, kulturellen und sprachlichen Kompetenzen. Der Auslandsaufenthalt über Erasmus bietet einen betreuten und finanzierten Studienaustausch im Europäischen Kontext. Das Erasmusbüro der Charité koordiniert die Bewerbungen für den Austausch über Erasmus (https://erasmus.charite.de). Bewerbungsfrist ist der 30. November für einen Aufenthalt im Folgejahr. Unabhängig von Erasmus können Auslandsaufenthalte auch im außereuropäischen Ausland und über andere Finanzierungsquellen erfolgen. Diese müssen von Studierenden selbstständig organisiert und finanziert werden, da keine Beratung und Betreuung hierfür zur Verfügung steht.

4. Fachsemester Stundenplan und Module

Das vierte Fachsemester dient der Bearbeitung der Masterarbeit. In der Masterarbeit weisen Studierende nach, dass sie ein klar definiertes Thema oder Problem zu Public Health-relevanten Fragen innerhalb der vorgegebenen Frist von 6 Monaten eigenständig wissenschaftlich bearbeiten können. Studierende werden – bei entsprechender Qualität – zur Publikation ihrer Masterarbeit ermutigt. Grundsätzlich ist die Masterarbeit als empirisches Forschungsvorhaben in Form von einer Monografie konzipiert. Es wird über die Darstellung des Forschungsstandes eine Forschungsfrage hergeleitet, ein geeignetes Studiendesign oder methodische Herangehensweise wird identifiziert, Daten werden analysiert, Ergebnisse dargestellt und im wissenschaftlichen Kontext diskutiert. Das Kolloquium begleitet die Masterarbeit.

Pflichtmodul:

Koll - Kolloquium zur Masterarbeit

Berufliche Perspektiven

Ein Masterabschluss in Public Health dient der inhaltlichen und fachlichen Vertiefung und Spezialisierung für Tätigkeiten im Gesundheitswesen.

  • Absolvent*innen der BSPH  können sich für eine forschungsorientierte Ausrichtung entscheiden und sind für eine wissenschaftsnahe Tätigkeit ausgerüstet.
  • Es kann auch stärker anwendungsorientiert studiert werden, was einen vielfältigen Einsatz in der Gesundheitsverwaltung und Gesundheitspolitik, Planung und Management von und in Versorgungseinrichtungen, Trägerorganisationen und Verbänden im Gesundheits- und Sozialwesen ermöglicht.

Studiengangsekretariat MScPH

Susanne Kottschlag

+49 30 450 570 615

Prüfungsamt MScPH

 Marina Knoll

+49 30 450 576 127

Erfahrungsberichte von Studierenden