aufgeklappter Laptop auf einem Tisch

Weiterbildende Masterstudiengänge der BSPH

Qualifizieren Sie sich für leitende Aufgaben im Gesundheitswesen durch ein postgraduales Masterstudium in teilzeit:

  • Master of Public Health
  • Master of Science in Epidemiologie

Das modulare Studium und die enge Vernetzung mit Experten aus der Praxis bereiten Sie optimal auf den Arbeitsmarkt vor.

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Zielgruppe weiterbildender Masterstudiengänge

Die weiterbildenden Studiengänge

  • Master of Public Health 
  • Master of Science in Epidemiology
  • Master of Science in Applied Epidemiology

richten sich an Personen mit einem ersten berufsqualifizierenden Hochschulabschluss und qualifizierter Berufserfahrung (mid-career professionals). Der Aufbau und die Organisation des Studiums ermöglichen eine gleichzeitige berufliche Beschäftigung in Teilzeit. Sie haben eine methodisch-wissenschaftliche Ausrichtung und bieten durch die vielen Lehrkooperationen mit Einrichtungen im Gesundheitswesen eine an der wissenschaftlichen Berufspraxis ausgerichtete Qualifikation.

Die weiterbildenden Studiegänge liegen in der Verantwortung der Charité - Universitätsmedizin Berlin am Institut für Public Health (IPH) bzw. Robert Koch-Institut und werden im Sinne der Integration bestehender Strukturen unter dem Dach der BSPH angeboten. 

"Neben der Arbeit zu studieren und sich intensiv mit neuen inhaltlichen und methodischen Themen auseinanderzusetzen, war für mich sehr spannend aber gleichzeitig auch herausfordernd. Die Zusammenarbeit mit meinen Kommiliton*innen unterschiedlichster beruflicher Hintergründe war eine besonders bereichernde Erfahrung" (Kathrin G., Absolventin Master of Science Epidemiologie).

Was ist Public Health?

Public Health, auch Gesundheitswissenschaften genannt, beschäftigt sich in Praxis, Forschung und Lehre mit den Bedingungen für Gesundheit und der Bewältigung von Krankheit, soweit sie in der natürlichen, technischen und sozialen Umwelt der Menschen begründet liegen.

Verschiedene Faktoren beeinflussen die gesundheitliche Lage einer Bevölkerung. Maßgeblich spielen das Gesundheitssystem, die Versorgungsstrukturen, die Finanzierung der Gesundheitsleistungen, politische und soziale Rahmenbedingungen und auch das Gesundheitsverhalten der Bevölkerung eine Rolle. Public Health ist ein interdisziplinäres Fach, das durch die wissenschaftliche Zusammenarbeit verschiedener Disziplinen Lösungsansätze für die Verbesserung der gesamtgesellschaftlichen Gesundheitssituation erarbeitet. Die gegenwärtigen Aufgaben von Public Health bewegen sich in der Verbindung von Gesundheitsforschung, sozialer Medizin, Gesundheitssystem- und Versorgungsforschung und gesundheitsbezogener Technologiefolgenabschätzung.

Für Public Health werden epidemiologische Methoden eingesetzt, um auf Bevölkerungsniveau die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen einer Bevölkerungsgruppe gesundheitsbezogen zu analysieren, die Systeme der gesundheitlichen Versorgung zu untersuchen, die Wechselwirkungen zwischen Menschen und ihrer Umwelt zu betrachten, die sozialen Strukturen und gesundheitsbezogenen Verhaltensweisen der Gesellschaft zu erforschen und die Umsetzung medizinische Erkenntnisse gesamtgesellschaftlich zu betrachten.

Public Health hat eine gesundheitsförderliche und krankheitsvermeidende Ausrichtung. Die interaktive Zusammenarbeit verschiedener Disziplinen bietet Ansatzpunkte für ihre Umsetzung. Die Humanbiologie identifiziert und erkennt die Krankheiten unserer Zeit. Quantitative Disziplinen wie Epidemiologie und Statistik lassen uns über das Individuum hinaus die Ausbreitung der Krankheiten in Bevölkerungen und Risikogruppen erkennen. Die Sozialwissenschaften bieten Einblick in gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Strukturen, die den gesundheitlichen Zustand von Bevölkerungsgruppen mitbestimmen. Gesundheitsbezogene Verhaltensweisen und unterschiedliche Lebensstile können durch Disziplinen wie Psychologie weiter erklärt werden. Erziehungswissenschaften bieten Strategien um Wissen um Gesundheit und Public Health Konzepte wie 'Empowerment' in verschiedenen Bevölkerungsgruppen umzusetzen.

Public Health ist praxisorientiert. Es gehört zum Aufgabenkanon von Public Health, in die realen Verhältnisse zu wirken und diese zu beeinflussen und zu verändern. Dies kann durch die Übernahme von Managementfunktionen im Versorgungsbereich, die Mitarbeit auf politischer Ebene oder über die Erforschung, Evaluierung und Verbreitung gesundheitswissenschaftlicher Konzepte geschehen.

Was ist Epidemiologie?

Die Epidemiologie ist eine Kerndisziplin von Public Health. Sie befasst sich mit der Verteilung von Gesundheit und Krankheit in Bevölkerungen, sowie mit den Faktoren, die diese Verteilung beeinflussen. Maßgeblich spielen bei der gesundheitlichen Lage einer Bevölkerung klinische und soziale Risikofaktoren eine Rolle. Klinische Faktoren kommen aus der Medizin. Soziale Faktoren sind u.a. das Gesundheitssystem, die Versorgungsstrukturen, politische und gesellschaftliche Rahmenbedingungen und auch das individuelle Gesundheitsverhalten von Personengruppen.

In der epidemiologischen Forschung werden Daten gesammelt und mit statistischen Methoden ausgewertet um Zusammenhänge zwischen einer Exposition bzw. Risikofaktoren und einer Erkrankung bzw. Gesundheitszustand zu finden. Epidemiologie führt Methoden und Erkenntnisse aus der Medizin, Statistik, Sozial- und Naturwissenschaften zusammen und befasst sich mit der Planung, Durchführung und Auswertung von Forschungsstudien.  Epidemiologische Forschungsergebnisse bilden die wissenschaftliche Evidenz für die Planung von Public Health Interventionen.

Epidemiologie ist anwendungsorientiert. Epidemiologen erforschen praktische Aspekte von Gesundheit und Krankheit, die uns über das Individuum hinaus die Ausbreitung von Krankheiten in Bevölkerungen und Risikogruppen erkennen lassen.

Übersicht der weiterbildenden Masterstudiengänge der BSPH

  Master of Science in Epidemiologie Master of Public Health Master of Science in Applied Epidemiology
Zugangsvoraussetzung Hochschulabschluss mit 240 ECTS oder Äquivalent, z.B. Master, Diplom/Magister, Staatsexamen (Approbation) oder Bachelor mit 240 ECTS. Qualifizierte Berufserfahrung (mind. 1 Jahr). Deutsche und englische Sprachkenntnisse Hochschulabschluss mit 240 ECTS oder Äquivalent, z.B. Master, Diplom/Magister, Staatsexamen (Approbation) oder Bachelor mit 240 ECTS. Qualifizierte Berufserfahrung (mind. 1 Jahr). Deutsche und englische Sprachkenntnisse Zulassung zur Postgraduiertenausbildung Angewandte Epidemiologie (PAE) am Robert-Koch-Institut. Abgeschlossenes Studium der Humanmedizin. Kenntnisse in Public Health und/oder epidemiologischen Methoden. Qualifizierte Berufserfahrung (mind. 1 Jahr)
ECTS 60 ECTS 60 ECTS 120 ECTS
Umfang Teilzeit 2 Jahre = 4 Semester Teilzeit 2 Jahre = 4 Semester Vollzeit 2 Jahre = 4 Semester
Gebühren Modulgebühren € 10.200 (zzgl. jeweils gültige Semesterbeiträge) Modulgebühren € 10.200 (zzgl. jeweils gültige Semesterbeiträge)  
Unterrichtssprache Deutsch und Englisch Deutsch und Englisch Deutsch und Englisch
Studienbeginn jährlich zum Wintersemester Mitte Oktober jährlich zum Wintersemester Mitte Oktober jährlich zum Wintersemester Mitte September
Bewerbungsfrist 15. Mai, danach auf Anfrage 15. Mai, danach auf Anfrage April
Akademischer Abschluss MSc MPH MSc

Es besteht die Möglichkeit, nur ausgewählte Module oder Intensive Short Courses extern zu belegen. Die Kosten errechnen sich anhand der erlangten ECTS. Pro ECTS werden €250,- berechnet (€170 für Studierende und Doktorand*innen).

Masterarbeiten an der BSPH

In der Masterarbeit werden die im Studiengang erworbenen Kenntnisse und die Fähigkeit des selbstständigen und wissenschaftli­chen Arbeitens nachgewiesen und theoretische und praktische Kenntnisse in ei­nem Spezialgebiet der Gesundheitswissenschaften / Public Health vertieft. Sehr gerne bieten wir unseren Studierenden Themen aus der Praxis an.

Studiengangsekretariat weiterbildende Masterstudiengänge

Tanja Te Gude

+49 30 450 570 812